Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Kurt-Jürgen Zander haben heute Nachmittag den 19. Sachsen-Anhalt-Tag in Köthen eröffnet. Anlässlich eines gemeinsamen Empfangs hob Haseloff hervor, dass das Motto „KÖTHEN-ANHALTen und erleben“ die geschichtsträchtige Region Anhalt in den Mittelpunkt des Festgeschehens rückt und hoffentlich viele Besucher in die ehemalige Residenzstadt lockt.

Haseloff weiter: „So gastfreundlich und fröhlich wie die Bachstadt ist, will unser ganzes Land sein. In den letzten 25 Jahren hat sich viel verändert. Unsere Städte und Dörfer haben durch zahlreiche Sanierungs- und Neubauvorhaben ihr Gesicht zurückgewonnen und zusätzlich modernste Infrastruktur aufgebaut. Das lässt sich hier in Köthen, das zugleich sein 900. Stadtjubiläum feiert, beispielhaft nachvollziehen. Hier befinden wir uns ohne Zweifel in einer der schönsten Städte Anhalts, das an Schönheit ohnehin reich ist.“ Er sei ganz sicher, dass das Festprogramm für jeden etwas bereithalte.

Auf dem Empfang zeichnete Haseloff zwei Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement bzw. für eine Rettungstat aus. „Die Geehrten stehen für bürgerschaftliches Engagement, gelebte Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Haseloff.

Eckhard-Bodo Elze wurde die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt verliehen: Der 64jährige hat das kulturelle Leben seiner Heimatstadt Köthen seit 1990 zunächst als zuständiger Abteilungsleiter im Rat des Kreises und später als Leiter der Kulturstätten der Stadt maßgeblich geprägt. Er zählt zu den Vätern des Veranstaltungszentrums im Schloss. Dieses würdigte Haseloff als beispielgebend. Es steht für die moderne Nutzung eines bedeutenden historischen Ensembles. Hierzu könne man die ganze Stadt Köthen nur beglückwünschen, so der Ministerpräsident.

Mathias Markowski wurde mit der Rettungsmedaille des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Der 26jährige Mann aus Brunau hat am 27. Februar 2015 gegen 22.30 Uhr zwischen Karstedt und Brunau eine junge Frau aus ihrem Auto gerettet. „Ihrem entschlossenen und umsichtigen Handeln ist es zu verdanken, dass die verunglückte Frau vor größeren Gesundheitsschäden oder gar tödlichen Verletzungen bewahrt wurde. Dabei haben Sie Gefahren für sich selbst nicht gescheut und hatten ausschließlich die Rettung des Opfers im Blick“, lobte Haseloff den Ausgezeichneten.