„Wir stehen gemeinsam in der Pflicht, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus aufrechtzuerhalten. Aufklärung beginnt in der Familie, in der Schule, an den Universitäten, im beruflichen und im privaten Umfeld.“ Das betonte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute bei der Gedenkstunde des Landes zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in der Bernburger Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“.

Erinnerungspolitisch gebe es einen Umbruch, unterstrich Haseloff. Die Überlebenden, die aus eigener Erfahrung berichten könnten, würden immer weniger. Umso wichtiger sei der jährliche Gedenktag am 27. Januar.

Gewalt sei in der NS-Diktatur allgegenwärtig gewesen. Auch in Bernburg. „Hier an diesem Ort wurden kranke und behinderte Menschen systematisch ermordet. Rund 200.000 Menschen fielen der so genannten Euthanasie zum Opfer.“ Dennoch seien diese Massenverbrechen im öffentlichen Bewusstsein kaum verankert. Auch vor diesem Hintergrund sei Bernburg als Ort der diesjährigen Gedenkstunde des Landes gewählt worden, hob der Ministerpräsident hervor.

 

Hintergrund

Auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog wurde 1996 der 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Am 27. Januar 1945 befreiten Truppen der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Hier wurden zwischen 1940 und dem Tag der Befreiung mehr als eine Millionen Menschen ermordet.

 

Die Videobotschaft ist ab sofort den Youtube-Kanal SachsenAnhaltLsa abrufbar.