Im Trassenstreit mit Bayern glaubt Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff an eine baldige Lösung. In seiner aktuellen Videobotschaft sagte Haseloff: Die Energiewende gelingt nur, wenn wir die Bürger einbeziehen. Transparenz und Kommunikation seien deshalb von größter Bedeutung.

Die Energiewende sei beschlossen worden und damit auch, die Atomkraftwerke, die hauptsächlich im Süden Deutschlands stehen, vom Netz zu nehmen. Das soll vor allem durch erneuerbare Energien wie Windkraft aus Norddeutschland und Sachsen-Anhalt kompensiert werden. Strittig ist nach wie vor der Trassenverlauf. Bayern lehnt neue Trassen ab.  Deshalb schlage er vor, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen. Sie reiche aus, um das Problem technisch zu lösen. Haseloff: „Mein Vorschlag ist, dass man die existenten Stromtrassen, die wir schon im Bereich des Wechselstroms haben, nutzen und mit Gleichstromleitungen aufrüsten.“

Für die Bürgerproteste in Bayern zeigte Haseloff Verständnis. In Bayern sei die Informationspolitik der Netzbetreiber alles andere als optimal gewesen. Dadurch entstanden Ängste. Klar sei, „dass wir ohne diesen Leitungsausbau die Energiewende nicht bewältigen“. Die Stromversorgung in Bayern sei nur gewährleistet, „wenn diese Trassen kommen“. Und wir müssen deutlich machen, „dass wir existente Strommasten nutzen. Dann, denke ich, ist es gut vermittelbar, dass man gemeinsam eine Lösung findet“, und zwar noch vor der Sommerpause.

Die Videobotschaft ist ab sofort den Youtube-Kanal SachsenAnhaltLsa abrufbar.