„Von dieser Landesausstellung werden wichtige Impulse ausgehen. Sie verspricht einen erheblichen Mehrwert. Lucas Cranach der Jüngere wird sehr viel stärker als bisher in den Fokus des öffentlichen Bewusstseins rücken. Leben und Werk erhalten schärfere Konturen. Vor allem seine Bedeutung für die Reformation wird einem größeren Publikum erstmals umfassend vermittelt. In der eindrucksvollen Verbindung von Kunst und Geschichte liegt eine der großen Stärken dieser Ausstellung.“ Das sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute in Wittenberg. Dort eröffnete er als Schirmherr die Landesausstellung „Lucas Cranach der Jüngere – Entdeckung eines Meister“.

In seiner Ansprache hob Haseloff die Bedeutung des Föderalismus für den Kulturstaat hervor. „Die Einheit des Kulturstaates beruht auf Vielfalt. Die Kultur in Deutschland ist föderal geprägt. Diese föderale Prägung macht den Reichtum unserer Kultur aus. Durch dieses gemeinsame, die Zeiten überdauernde kulturelle Fundament ist die Wiederherstellung der deutschen Einheit am Ende des 20. Jahrhundert möglich geworden.“

Haseloff zeigte sich „vom Erfolg und der breiten Rezeption dieser Ausstellung überzeugt. Die bisherigen Landesausstellungen waren Publikumsmagnete. Diese wird es auch sein. Dazu bedarf es keiner prophetischen Gaben.“

 

Hintergrund

Mit der Landesausstellung feiert Sachsen-Anhalt vom 26. Juni bis 1. November 2015 den 500. Geburtstag von Lucas Cranach dem Jüngeren. Zum ersten Mal widmet sich eine Ausstellung dem Leben und Wirken des jüngeren Cranach. An originalen Schauplätzen – in der Lutherstadt Wittenberg, in Dessau und in Wörlitz – werden die wichtigsten und wertvollsten Kunstwerke der deutschen Renaissance in einer großartigen Exposition präsentiert.