In Anwesenheit von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens wurde heute der erste Spatenstich für den Bau des Flutpolders Rösa vollzogen. Haseloff bezeichnete den Polder als Kernstück des Hochwasserschutzes in der Region Bitterfeld-Wolfen. „Mit der Fertigstellung des Polders wird die Region gut gegen künftige Hochwasser gewappnet sein“, betonte Haseloff. „Hochwasserschutz macht bei uns nicht an Ländergrenzen Halt. So haben wir die Hochwasserschutzkonzeption für die Mulde gemeinsam mit Sachsen erarbeitet. Ich bin für die gute Zusammenarbeit dankbar“, so der Ministerpräsident weiter.

Aeikens betonte: „Die vergangenen Hochwasser haben gezeigt, dass neben ertüchtigten Deichanlagen es auch wichtig ist, den Flüssen mehr Raum zu geben. Indem wir mehr Retentionsraum schaffen, können Bürger, Gemeinden und Unternehmen besser geschützt werden.“

Haseloff verwies darauf, dass es trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen keine absolute Sicherheit vor künftigen Hochwassern geben könne. Es sei daher unerlässlich, den Versicherungsschutz zu überprüfen und für eine ausreichende Absicherung auch gegen Elementarschäden zu sorgen.

Bei der Umsetzung des aktuellen Hochwasserschutzvorhabens werden zunächst die Orte Rösa und Brösa für insgesamt rund 6 Mio. € durch Deiche geschützt. Danach beginnt der Bau des Polders Rösa. Er soll vor allem bei Extremhochwassern für Entlastung sorgen. Insgesamt werden rund 25 Mio. € investiert. Die Arbeiten sollen bis 2020 abgeschlossen sein.